„DISKRIMINIERUNG ÄLTERER MENSCHEN“ - VERBOT VON FAHRSTUHLEINBAUTEN FÜHRT ZU VERDRÄNGUNG

Milieuschutzgebiete sollen die Bevölkerung vor Verdrängung schützen. Deswegen sind energetische Modernisierungen oder altersgerechter Umbau nur mit Genehmigung zulässig. Der Anstieg von Mieten soll so verhindert werden. Das Problem: Werden z.B. die seniorengerechte Gestaltung von Bädern oder Einbau von Aufzügen verboten, führt das ebenfalls zu Verdrängung: Ältere Menschen können dann ihre Wohnungen, in denen sie oft jahrzehntelang wohnen, nicht mehr nutzen. Sie müssen ausziehen. Die Abendschau berichtet.

In Tempelhof-Schöneberg wirft die Praxis der rot-grünen Zählgemeinschaft deswegen viele Fragen auf: Hier werden Fahrstuhleinbauten grundsätzlich nicht genehmigt. In anderen Bezirken sieht es besser aus: Pankow und Reinickendorf genehmigen Fahrstühle etwa, wenn sie nicht besonders kostenaufwendig sind. „Kontraproduktiv“, so der lokale Bundestagsabgeordnete Jan-Marco Luczak: „Wir wollen doch gerade, dass ältere Menschen möglichst lange in ihren angestammten vier Wänden bleiben können. Die bezirkliche Praxis, Aufzüge noch nicht mal im Einzelfall zu genehmigen, torpediert dieses Ziel aber gerade. Ältere und gehbehinderte Menschen werden so systematisch aus dem Bezirk verdrängt. Das kann so nicht bleiben.“ Eine Anwohnerinitiative will nun erreichen, dass auch im Bezirk Fahrstuhleinbauten ergebnisoffen geprüft und im Einzelfall genehmigt werden. Einen entsprechenden Antrag hat auch die CDU in die Bezirksverordnetenversammlung eingebracht.

Den RBB-Beitrag zum Thema finden Sie hier.

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