MARIENDORF BLEIBT AUF DEM TROCKENEN – SCHWIMMBAD KOMMT DOCH NICHT

In Mariendorf schlug die Nachricht wie ein Blitz ein – das Geld reicht nicht für das lang geplante Multifunktionsbad Ankogelweg, für das sich insbesondere die lokale CDU eingesetzt hatte. Das entschieden die Berliner Bäderbetriebe völlig überraschend und entgegen langjähriger vorheriger Zusagen. Grund seien gestiegene Baukosten. Der Bundestagsabgeordnete von Tempelhof-Schöneberg Dr. Jan-Marco Luczak hat dafür kein Verständnis: „Ein Affront gegen die Menschen und eine Katastrophe für den schulischen Schwimmunterricht und den Schwimmsport von Vereinen. Noch im November wurde versichert, dass die Finanzierung sichergestellt sei und drei Monate später gilt das nicht mehr. Das ist unseriös und ein Wortbruch – das darf nicht das letzte Wort sein".

Die Planung für das neue Schwimmbad in Mariendorf wurde in den letzten Jahren immer wieder verschoben. So wurde ursprünglich das Jahr 2021 für die Fertigstellung avisiert. Das bereits vorhandene Bad am Ankogelweg ist räumlich begrenzt und stark baufällig. Derzeit ist nicht sicher, wie lange es noch offen gehalten werden kann. Luczak: „Durch die Inkompetenz der Senatsverwaltung wird ein ganzer Bezirk in Mitleidenschaft gezogen. Wenn das Gelände einmal brachliegt frage ich mich, wohin die Schwimmvereine ausweichen können und wo Schulschwimmen künftig noch stattfindet. Das Bad befindet sich in einem wachsenden Ortsteil, viele Familien mit kleinen Kindern ziehen hierher. Dem muss der Senat Rechnung tragen und das Wachstum aktiv gestalten. Wir werden da nicht locker lassen und weiter darauf drängen, dass die den Menschen gegebene Zusage für ein neues Schwimmbad eingehalten wird“.

Die CDU-Fraktion in Tempelhof-Schöneberg hat bereits mit einem Dringlichkeitsantrag reagiert, der angenommen wurde, und einen wichtigen ersten Schritt zur Rettung des Schwimmbadneubaus getan.

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