Tempelhofer Feld

Behutsame Entwicklung statt Stillstand

Foto: Thomas Kutz
Foto: Thomas Kutz
Die Fraktionen von CDU und SPD in Berlin setzen zum Volksentscheid über das Tempelhofer Feld eine eigene Marke. Ende März hat die rot-schwarze Koalition den Gesetzentwurf „100% Berlin“ vorgestellt und legt damit am 25. Mai 2014 eine echte Entscheidungsalternative vor.

Zum Volksentscheid legt die Berliner Koalition eine echte Alternative vor

Die Fraktionen von CDU und SPD in Berlin setzen zum Volksentscheid über das Tempelhofer Feld eine eigene Marke. Ende März hat die rot-schwarze Koalition den Gesetzentwurf „100% Berlin“ vorgestellt und legt damit am 25. Mai 2014 eine echte Entscheidungsalternative vor.

Berlins CDU-Fraktionschef Florian Graf: „Mit diesem Gesetz sichern wir die riesige Freifläche dauerhaft per Gesetz und sorgen, statt Null Prozent Entwicklung, für eine behutsame Stadtentwicklung an den Rändern des Feldes.“

Dagegen will die Initiative „100% Tempelhofer Feld“ das gesamte Areal so belassen, wie es jetzt ist. Selbst eine behutsame Randbebauung soll dort verboten sein – eine Variante, die Stillstand bedeutet.

Schutz der inneren Freifläche ist nicht verhandelbar

Das Tempelhofer Feld ist ein Ort der Berliner Freiheit. Seine Identität speist sich heute ganz ausdrücklich auch aus der Art und Weise, wie die Berlinerinnen und Berliner das Gelände seit seiner Öffnung für sich eingenommen haben. Jede zukünftige Gestaltung muss darauf Rücksicht nehmen und dieser besonderen Qualität des Feldes entsprechen. Denn:

Gleichzeitig wächst Berlin – bis zum Jahr 2030 voraussichtlich um 300.000 Menschen. Damit einher gehen große Chancen, aber auch erhebliche Ansprüche an die Infrastruktur unserer Stadt. Eine begrenzte Quartiersentwicklung an den Rändern des Tempelhofer Feldes hält die CDU-Fraktion für grundsätzlich sinnvoll und notwendig. So können wir die räumliche Charakteristik des Feldes im Wesentlichen erhalten und gleichzeitig einen Beitrag zur Entwicklung Berlins auch am Tempelhofer Feld leisten.

Behutsame Rand-Entwicklung: Wohnen, Wirtschaft, Wohlfühlen


Die 230 Hektar große zentrale Freifläche soll dauerhaft für Erholung, Freizeit und Sport als Grünfläche gesetzlich geschützt werden und auch künftig dem Land Berlin gehören. Nur am Rand des Geländes ist eine behutsame Entwicklung für Wohnen, Wirtschaft sowie Erholung und Sport geplant.

Vorgesehen ist auch eine eigene Parkordnung, die eine allgemeine Nutzbarkeit der Freifläche für alle Bevölkerungsschichten festlegt. Gleichzeitig sollen Veranstaltungen und Gastronomie sowie kommerzielle und vereinsbezogene Sportangebote möglich sein.

Außerdem wird rechtlich garantiert, dass Spuren der Geschichte des Tempelhofer Feldes weitgehend bewahrt und sichtbar bleiben. Informationen dazu sollen Besuchern die historische Bedeutung des Ortes vermitteln.

Der alternative Gesetzentwurf ist bewusst auf den Schutz der Freifläche fokussiert und nicht überfrachtet, erklärt Florian Graf: „Wir laden die Opposition und die Öffentlichkeit zu einem breiten gesellschaftlichen Dialog über die Zukunft des Feldes ein“.

Entscheidung über Berlin von morgen

Die Gestaltung des Tempelhofer Feldes ist eine der großen Zukunftsaufgaben Berlins. Es gilt, dieses Gelände im Inte-resse der ganzen Stadt zu entwickeln und die richtige Balance zu finden zwischen der Bewahrung seiner wertvollen Eigenschaften als Ort naturnaher Erholung und dem dringenden Bedarf der wachsenden Stadt an Wohnraum, Arbeitsplätzen, Infrastruktur.

Die Koalition schlägt für diese neue Balance und im Licht des besonderen Ortes ein Gesetz zum Schutz der inneren Freifläche des Tempelhofer Feldes vor. Die Berlinerinnen und Berliner sind aufgefordert, zwischen behutsamer Entwicklung und Stillstand verantwortungsvoll zu entscheiden.

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